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Benimmkurse bei Elmayer und sanfte Riesen

Wenn man diese Zeilen liest, denkt man wohl als Letztes an das Wort „Übersiedlung“. Im Falle von Karin Lang und ihrer Speditionsfirma „Lang Moving“ spielen sie aber eine große Rolle.
© Lang Moving

Hier geht nichts in die Brüche: Die Mitarbeiter von Lang Moving sorgen für die richtige Verpackung

Schon 1912 gründete Andreas Lang erstmals ein klassisches Fuhrpark-Unternehmen, welches dann 1954 zur Lang Spedition umfunktioniert wurde. Von Beginn an war die Branche eine reine Männerdomäne. Das hinderte Karin Lang, Urenkelin des Gründers, jedoch nicht daran, 2010 das Erbe ihrer Familie weiterzuführen. Im Gegenteil, es erwies sich als Vorteil in dieser Welt, Frau zu sein. Laut Lang lege das weibliche Geschlecht nämlich auf Dinge Wert, an die so mancher Mann nicht denken würde. So sei es ihr wichtig, dass ihre Mitarbeiter mehr als „nur“ Möbelpacker seien. Die Nähe zum Kunden sei besonders wichtig. „Möbel schleppen kann jeder“, heißt es, aber eine Bindung und Vertrauen aufbauen, wenn es gerade notwendig ist, und auch mal als „Kummerkasten“ zu fungieren, das mache den Unterschied. Vergessen Sie den klassischen Spediteur, Lang Moving sieht sich selbst lieber als Dienstleister.

Lang Moving sieht jeden Umzug auch als eine Art Herausforderung. Es geht hierbei nicht einfach nur um das Verpacken von Gegenständen. Hinter all diesen Dingen stehen Menschen und deren Geschichten. Vom Top-Manager bis hin zur älteren Dame, sie alle bedürfen einer individuellen Betreuung. Es sei von psychologischer Bedeutung, zu erkennen, wie man richtig mit einer Situation umzugehen hat. „Wie klopfe ich bei einer Dame an, die 60 Jahre lang in einer Wohnung gewohnt hat und jetzt in ein Altersheim muss, und alles, was sie aus ihrer jetzigen 50-Quadratmeter-Wohnung mitnehmen darf, ist ein Drittel ihres Besitzes?“ In solchen Situationen müsse man eine gewisse Feinfühligkeit beweisen und dem Menschen diese stressige Situation so angenehm wie möglich gestalten.

Sanfte Riesen

Die Herren von „Lang Moving“ müssen sich daher oft als sanfte Riesen beweisen. So kommt es auch schon mal vor, dass ein Haus aus Umzugskartons gebaut wird, um die kleinen „Umzügler“ für ein paar Stunden zu beschäftigen, während Mama und Papa sich voll und ganz dem stressigen Übersiedeln widmen können. Die jahrelange Erfahrung der Kartonhausbauer macht sich dann bemerkbar, wenn besagte Häuschen mit umziehen müssen.

Wie man also sehen kann, reicht Muskelkraft alleine bei Karin Lang nicht. Daher besuchen auch alle ihrer Mitarbeiter Benimm-Kurse bei Herrn Elmayer. Denn auch das richtige Händeschütteln und eine höfliche Begrüßung müssen gelernt sein. Natürlich zählt aber auch die fachmännische Ausbildung. „Lang Moving“ ist daher Mitglied im österreichischen Möbeltransportverband. Dieser bietet einen aus drei Stufen bestehenden Möbelpacker-Kurs an. Auch interne Schulungen sowie psychologische und Kommunikationstrainings werden durchgeführt. Zusätzlich bietet die Firma allen Mitarbeitern der Spedition eine Englischausbildung. Dies sei aufgrund der internationalen Übersiedlungen sehr wichtig.

Von A nach B

Neben dem „Basis“-Transport der Übersiedelungskartons von A nach B, bei welchen der Kunde selbst ein- und auspackt, abmontiert und wieder aufbaut, bietet die Fa. Lang aber auch ein Komplettservice an, quasi den „Deluxe“-Transport. Hier wird der komplette Hausrat feinsäuberlich verpackt und geschlichtet und nach System wieder ausgepackt. Dies gilt auch für den kompletten Inhalt eines Kleiderschrankes. Diesen könne man sich sogar nach Farben sortiert im neuen Zuhause wieder aufbauen lassen. Bei diesen oft sehr hochwertigen Umzügen kann es auch sein, dass ein Möbelpacker in das Umzugsland fliegt, um vor Ort wieder beim Auspacken zu helfen. Dies gilt aber nicht für kurze Strecken ins Ausland wie zum Beispiel nach Berlin. Diese Strecken lege man lieber mit LKWs zurück, welche mit Tracking & Tracing-Systemen ausgestattet seien, um dem Kunden einen Überblick über den aktuellen Standort seiner Habseligkeiten zu geben.

Neben Übersiedelungen im Inland und der EU bietet „Lang Moving“ auch weltweite Übersiedelungen an. Egal ob Australien, Peking oder New York, Karin Lang versucht, für jeden Umzug die logistisch schnellste und beste Lösung zu finden. Gut durchdachte Ablaufpläne, eine möglichst vereinfachte Logistik und vor allem Kostenreduzierungen sollen den Kunden in der stressigen Zeit des Umziehens in den Mittelpunkt rücken.

Lang on Tour

Spezialtransporte sind bei der Spedition Lang auch keine Seltenheit. Darunter kann man sich zum Beispiel den Transport des kompletten Tour-Equipments des Gustav Mahler-

Jugendorchesters vorstellen. Logistisch gesehen seien solche Touren extrem herausfordernd, aber auch spannend. Ein knappes Timing erfordert hier schnelles Handeln. Besonders wenn einem unvorhersehbare, nicht kalkulierbare Probleme bevorstehen. Staus, Unfälle oder auch Verzögerungen im Flugverkehr, für all diese Eventualitäten wird rasch eine Lösung gefunden. Diese Spezialtransporte sind daher bei den beiden durchführenden Mitarbeitern sehr beliebt. Dank seiner Arbeit die Möglichkeit zu bekommen, etwas von der Welt zu sehen, auf Reisen zu sein und dabei neue Menschen kennenzulernen, wünscht sich sicher so mancher Angestellte.

Obwohl Karin Lang Wert darauf legt, dass jeder ihrer Möbelpacker in jedem Bereich anpacken kann, fördert sie auch die einzelnen Interessen der Mitarbeiter. So kommt es durchaus vor, dass der größte und stärkste Mann nichts lieber tut, als zartes Porzellan und kleine Glasfigürchen einzupacken. Man muss hinzufügen, dass Glas und Porzellan mit zu den schwierigsten Materialien im Bereich des Umzugs zählen. Daher erfordert es eine besondere Verpackungstechnik, welche das leicht zerbrechliche Material schützt. Aber auch die Umsiedelung kilometerlanger Aktenarchive sei bei manchen ihrer Mitarbeiter besonders gefragt. So standen einige der Herren ganz vorne, als es um die Arbeitsaufteilung bei der Aktenarchivumsiedelung des Wiener Parlaments ging, welche die Firma erst kürzlich durchführte.

Was den Job seit 15 Jahren immer noch so spannend macht? Das weiß Karin Lang genau: der „Spannungsbogen“. Die Ruhe vor dem Sturm, wenn man kurz vor einer großen Übersiedelung stehe, diese durchaus gute innere Unruhe. Quasi „Speditions-Lampenfieber“: „Wenn das nicht mehr wäre, dann würden alle ihre Arbeit nur mehr halbherzig machen.“

Angesichts der aktuellen globalen Situation mit Covid-19 hat die Spedition Lang GmbH Pläne entwickelt, durch welche die Geschäftskontinuität und die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter gewährleistet werden können. Die obersten Prioritäten sind weiterhin die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kunden und Mitarbeiter sowie die Minderung potenzieller Serviceunterbrechungen. Das Unternehmen verfügt über Teams, die in Wien und in ganz Europa verteilt sind. Diese Struktur bietet eine gute Widerstandsfähigkeit bezüglich der derzeitigen Herausforderungen und den inhärenten Vorteil, über Tools und Prozesse zu verfügen, um den Geschäftsbetrieb ununterbrochen fortführen zu können.

DSC 0004 8. Dezember 2021

Karin Lang ist Geschäftsführerin von Lang Moving © Lang Moving

ED: Wie wirkt sich das Coronavirus auf Ihre Arbeit aus?
Karin Lang: Wir als Umzugsunternehmen beschäftigen uns intensiv mit den aktuellen Ereignissen bezüglich Covid-19. Aufgrund dessen gehen wir der Aufforderung nach, notwendige direkte Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Dies ist eine der Maßnahmen, um eine mögliche Ansteckung mit dem Virus bestmöglich zu verlangsamen und Risiken sowohl für Sie als Kunden als auch für unsere Mitarbeiter einzudämmen. Aus diesen Grund verzichten wir im ersten Schritt auf ein Händeschütteln im Falle von Zusammentreffen, auf welche nicht verzichtet werden kann. Da wir in Kontakt mit Ihrem Umzugsgut sind, achten wir besonders auf Hygienevorschriften wie Händewaschen, Desinfektion und Schutzmaßnahmen wie Handschuhe. Es ist auch möglich, dass der Kunde gar nicht vor Ort ist und wir anhand eines Plans, wo was hinkommen soll, arbeiten. Dazu bieten wir eine smarte digitale Lösung mit Smartphone an, mit Hilfe derer wir individuelle Angebote erstellen können, ohne dass ein Umzugsberater persönlich vor Ort sein muss. Mit unserem Besichtigungstool kann der Kunde mit wenigen Klicks Be- und Entladestellen festlegen, uns Fotos der Tragewege zur Verfügung stellen und im Handumdrehen die Packliste für den Umzug erstellen.

ED: Werden noch persönliche Treffen mit Vertrieb und Service, wie beispielsweise Beratungen oder Schulungen, stattfinden?
Lang: Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner ist uns wichtig. Wir haben ein Team, das die meisten Anfragen und Interaktionen per Telefon, E-Mail und Video bearbeiten kann. Sollte eine persönliche Interaktion als kritisch erachtet werden, können wir individuell mit den Kunden zusammenarbeiten, um die beste Vorgehensweise zu ermitteln.

ED: Was passiert, wenn eine Inspektion des Umzugsberaters vor Ort auf Umzugsplanung und/oder Ausschreibung nicht erwünscht ist?
Lang: Durch unseren elektronischen Fragebogen können unsere Kunden und ihre Mitarbeiter eine virtuelle Erstbesichtigung ganz einfach online über https://lang.meinumzug.online/ durchführen.

ED: Wie läuft ein Umzug mit Lang Moving zur Zeit ab? Was muss beachtet werden?
Lang: Wir achten darauf, den Kontakt so gering wie möglich zu halten. Hier sind auch sogenannte „Checkpoints“ hilfreich. Das heißt, zwei Mitarbeiter sind beispielsweise in der Wohnung, zwei andere warten unten beim Auto und kommen so gar nicht mit dem Kunden in Kontakt. Alle unsere Herren tragen natürlich auch Mund-Nasen-Masken – wir sind also bestens gewappnet und der Umzug kann nach wie vor problemlos durchgeführt werden!

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