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Balljungen-Streich

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz äußert sich zum Chinesen-Sager von Opernball-Kommentator Christoph Wagner-Trenkwitz. Und möchte den Gynäkologen-Sager nicht kommentieren.
© ORF/Roman Zach-Kiesling

Die Opernball-Kommentatoren Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitzwollen krampfhaft lustig sein. Sind sie aber nicht immer. Und mit Sprüchen wie „wir arbeiten, wo sich andere vergnügen – wir sind eigentlich die Gynäkologen des Opernballs“ liefern sie auch überaus „geschmackvolle“ Sager, die dann alljährlich in ORF-Sendungen aufgewärmt und wiedergekäut werden. Auch die diesjährige Wagner-Trenkwitz Aussage beim Anblick eines asiatischen Tänzers: „Es ist auch ein gesunder Chinese auf dem Tanzparkett“, die wohl eine lustige Anspielung auf das Corona-Virus sein sollte, sorgte für einen veritablen Shitstorm. So schreiben User auf Twitter etwa „Gesunder Chinese?!!! Gehts noch?!!!!“ oder „wtf ist los mit euch? #corona hat wohl was aufgeweicht“.

 

Jetzt äußert sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz im Telefonat mit ExtraDienst zu diesem Vorfall:

ED: Wie stehen Sie zum Chinesen-Sager von Wagner-Trenkwitz „es ist auch ein gesunder Chinese auf dem Tanzparkett“ beim Wiener Opernball?

Wrabetz: Das tut mir leid. Es liegt uns natürlich fern, eine bestimmte Gruppe zu verunglimpfen. Es tut mir leid, wenn sich da jemand beleidigt fühlt.“

ED: Glauben Sie, dass der ORF nach der Beschwerde vom China-Spezialist und Rechtsanwalt Dr. Georg Zanger bei der Rundfunkkommission wegen dieser Aussage gerügt oder verurteilt wird?

Wrabetz: Wir haben das bis jetzt noch nicht juristisch prüfen lassen. Das weiß ich nicht. 

ED: Wie bewerten Sie den Ausgleiter der Opernball-Jungen, von Wagner-Trenkwitz im Besonderen: „Wir arbeiten dort, wo sich andere vergnügen. Wir sind quasi die Gynäkologen des Opernballs“?

Wrabetz: Nein, also dazu möchte ich nichts sagen…

 

 

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