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Australische Medienunternehmen verurteilt

Berichterstattungen über Missbrauchsfälle werden zum Verhängnis
© Pixabay

Australische Medienunternehmen wurden zu hohen Geldstrafen verurteilt

Ein australisches Gericht hat zwölf Medienunternehmen des Landes zu Geldstrafen von insgesamt 1,1 Millionen australischen Dollar verurteilt. Die Medien hätten sich nicht an eine Unterdrückungsanordnung für die Berichterstattung über die Verurteilung des ehemaligen Vatikan-Schatzmeisters George Pell im Jahr 2018 gehalten. Pell wurde wegen sexueller Nötigung von Kindern verurteilt. John Dixon, der Richter des obersten Gerichtshofs im australischen Bundesstaat Victoria verhängte die höchste Gesamtstrafe gegen Nine EntertainmentsThe Age“ mit 450.000 Dollar für zwei Artikel und einen Leitartikel. Die höchste Einzelstrafe von 400.000 Dollar traf die Nachrichtenwebsite von News Corp für einen Online-Artikel.

Die Unternehmen, die größtenteils Nine Entertainment und Rupert Murdochs News Corp gehören, hatten bereits im Februar eingeräumt, gegen die Unterdrückungsanordnung bezüglich der Berichterstattung über den Prozess und die Verurteilung des Kardinals verstoßen zu haben. Zunächst hatte der Staat zugestimmt, alle Anklagen gegen Journalisten und Redakteure fallen zu lassen.

Der australische Kardinal Pell war zunächst wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Pell war bisher der ranghöchste katholische Geistliche, der wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Laut dem Gericht soll er 1996 und 1997 zwei 13-jährige Chorknaben missbraucht haben. Pell stritt die Vorwürfe ab und ging gegen das Urteil vor. Nachdem der Geistliche ein Jahr in Haft verbracht hatte, wurde das Urteil im April vergangenen Jahres dann aufgehoben.

APA/red

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