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Aus für „Cybersöldner“

Meta schiebt der illegalen Spionage auf ihren Plattformen den Riegel vor - und sperrt 1.500 Nutzerkonten
©unsplash

Cybersöldner spionieren für Geld andere Internetnutzer aus

Der Facebook-Mutterkonzern Meta geht aktuell strikt gegen sogenannte „Cybersöldner“ vor – diese spionieren Nutzer für zahlende Auftraggeber aus. In dieser Folge sperrte Meta auf seinen beiden stärksten Plattformen Facebook und Instagram rund 1.500 Nutzerkonten, die mit derartigen Anbietern in Verbindung gebracht wurden, wie der Konzern am gestrigen Donnerstag mitteilte. Zusätzlich informierte man rund 50.000 Menschen in mehr als 100 Ländern darüber, dass sie möglicherweise Ziel der Spionage solcher Cybersöldner geworden sind.

Cybersöldner-Firmen tauchen heutzutage immer stärker auf. Diese spezialisierten Unternehmen würden das Ausspionieren von Internetnutzern für den „Höchstbietenden“ übernehmen, wie Facebook-Sicherheitschef Nathaniel Gleicher erklärt. „Diese Cybersöldner behaupten zwar oft, dass ihre Dienste nur auf Kriminelle und Söldner abzielen“, allerdings seien die tatsächlichen Opfer oftmals Journalisten, Kritiker autoritärer Regime, Familien von Oppositionellen und Menschenrechtsaktivisten. Von den sieben Unternehmen, gegen die Meta nun vorging, waren vier (Cobwebs Technologies, Cognyte, Black Cube und Bluehawk CI) in Israel ansässig. Die restlichen hatten ihren Sitz in Indien, Nordmazedonien und China.

Spionage durch Schadsoftware

Den Angaben von Meta zufolge gegen Cybersöldner in der Regel in drei Schritten vor: Zuerst werden öffentlich zugängliche Informationen zur Zielperson im Internet gesammelt. Das passiert beispielsweise auf Blogs, Social-Media-Plattformen, Wikipedia oder Medien-Webseiten. Danach wird über gefälschte Nutzerkonden Kontakt mit dem Opfer aufgenommen, um sie dazu zu bewegen, auf in Nachrichten verpackte Links zu klicken. Fällt die Zielperson darauf herein, wird auf deren Gerät eine Spionagesoftware installiert. Diese Programme stehlen dann persönliche Daten – etwa Passwörter, Fotos oder Chatverläufe. Außerdem wird es den Hackern so möglich, auf Kameras, Mikrofone und GPS-Lokalisation des betroffenen Geräts zuzugreifen, um das Opfer weiter auszuspionieren.

APA/Red.

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