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Aus für „Bild“-Chefredakteur Reichelt

Axel Springer entbindet Julian Reichelt von seinen Aufgaben
© Pixabay

Deutscher Medienkonzern trennt sich mit sofortiger Wirkung von Chefredakteur der „Bild“-Zeitung

„Als Folge von Presserecherchen hatte das Unternehmen in den letzten Tagen neue Erkenntnisse über das aktuelle Verhalten von Julian Reichelt gewonnen. Diesen Informationen ist das Unternehmen nachgegangen. Dabei hat der Vorstand erfahren, dass Julian Reichelt auch nach Abschluss des Compliance-Verfahrens im Frühjahr 2021 Privates und Berufliches nicht klar getrennt und dem Vorstand darüber die Unwahrheit gesagt hat.“ So berichtet der deutsche Medienkonzern Axel Springer das Ende der Zusammenarbeit mit „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt. Nachdem Medien über Vorwürfe zu Machtmissbrauch und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen berichtet hatten, stieß Springer im Frühjahr 2021 das interne Verfahren an. Nach einer befristeten Freistellung kehrte Reichelt zunächst wieder zu Deutschlands größter Boulevardzeitung zurück. Nun hat Springer ihn mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Neuer Vorsitzender der „Bild“-Chefredaktion wird Johannes Boie.

Aufdeckarbeit gegen Machtmissbrauch

In einem ausführlichen Bericht der „New York Times“ über den Medienkonzern Axel Springer wurden mitunter die Pläne zur Übernahme der US-Mediengruppe Politico veröffentlicht. Der Artikel behandelte außerdem die im Frühjahr erstmals öffentlich bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Julian Reichelt. Die Zeitung verwies zudem auf bisher nicht veröffentlichte monatelange Recherchen eines Investigativ-Teams der Ippen-Mediengruppe. APA/RED./CH

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