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Apple warnt vor Fremd-Apps auf iPhones

Apple stellt sich weiterhin gegen die geforderte Öffnung für weitere, firmenfremde App-Stores und plädiert auf fehlende Sicherheitsvorkehrungen.
©unsplash

Seit Jahren hält Apple die Monopolstellung auf seinen Geräten inne.

Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Apple ein rund 30-seitiges Paper, in denen sie die iPhone-Nutzer erneut vor der Installation aus fremden Quellen warnen. Damit verteidigen sie ihre Monopol-Politik, dank der der hauseigene App-Store die einzige Software-Plattform auf Apple-Geräten darstellt. Dafür hagelte es in der Vergangenheit immer wieder Kritik, so wurde auch ein langwieriger Gerichtsprozess zwischen dem Konzern und Epic Games, den Entwicklern des beliebten Spiels „Fortnite“, ausgetragen – den Apple letztlich gewann und Epic die Eröffnung eines eigenen App Stores untersagte.

Die EU entwickelt aktuell mit dem sogenannten Digital Markets Act (DMA) eine Reform, die die Marktöffnung von Plattformen für konkurrierende Anbieter eröffnen soll. Damit will man den Wettbewerb stärken und verhindern, dass Konzerne wie Apple ihre Monopolstellung weiterhin ausnutzen. Dieser verlangt nämlich 15 bis 30 Prozent Provision für jede App oder jeden In-App-Kauf, der über den Apple-Store abgeschlossen wird. Zwar handhabt Google das auf seinen Android-Geräten mit dem „Play Store“ ähnlich, allerdings lässt das Betriebssystem zahlreiche weitere Stores zu.

„Sicherheit gefährdet“

Apple betont in seinem Paper, dass Downloads von fremden Quellen die Sicherheit der User massiv gefährden würde. Beim offiziellen App Store würde die Software durch automatisierte Systeme sowie menschliche Prüfer untersucht werden, um potenziell schädliche Inhalte direkt herauszufiltern. Das sogenannte Sideloading, also das Downloaden von anderweitigen Anbietern, würde Apples Schutzmechanismen für Sicherheit und Privatsphäre untergraben“. Der Technik-Konzern warnt vor gefälschten Apps, die mit versteckter Schadsoftware kommen und persönliche Daten abgreifen oder gar das Telefon unbrauchbar machen. Eine Öffnung für andere App-Stores würde somit Cyber-Kriminellen in die Taschen spielen.

Kritiker weisen darauf hin, dass Apple bei seinen Mac-PCs ebenfalls Downloads aus allen möglichen Quellen zulässt. Laut dem iPhone-Entwickler sei das mit Smartphones aber nicht zu vergleichen, da sich auf diesen viel mehr private Daten befänden – angeblich der Grund, warum sie sich so gegen die Marktöffnung wehren. Neben der EU will nun aber auch die USA diesbezüglich die Gesetzte ändern.

APA/Red.

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