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Apple und der App-Store-Streit

US-Konzern geht in Berufung gegen Urteil in App-Store-Prozess
© Pixabay

Die Ungereimtheiten bezüglich des App-Stores sind für Apple noch nicht geklärt

Das Wochenende hat neue Erkenntnisse im App-Store-Prozess von Apple hervorgebracht. So soll Apple versuchen die Umsetzung eines Gerichtsurteils hinauszuzögern, mit dem mehr App-Entwickler am Konzern vorbei digitale Artikel an Nutzer verkaufen könnten. Wie den am Wochenende veröffentlichten Gerichtsunterlagen zu entnehmen ist, baut Apples Argumentation darauf auf, dass durch dieses Gerichtsurteil Schaden für Verbraucher und die Integrität der App-Store-Plattform drohe. Das Urteil fiel Anfang September im Prozess zwischen Apple und der Firma Epic Games. Letztere ging bereits in Berufung dagegen. Auch Apple geht nun diesen juristischen Schritt.

Streitpunkt Kostenabgabe

Der US-Konzern hatte sich in dem Prozess weitgehend durchgesetzt. Jedoch entschied die Richterin, dass Apple Entwicklern nicht mehr verbieten dürfe, dass diese Nutzer auf Möglichkeiten zum günstigeren Kauf der Artikel außerhalb des App Stores hinweisen. Diese Änderung soll dem Urteil zufolge am 9.Dezember greifen. Apple fordert allerdings, dass sie vorerst ausgesetzt wird. Der US-Konzern erlaubt den Kauf digitaler Güter grundsätzlich über die hauseigene Bezahlplattform. Die Abgabe an den Konzern beträgt dabei 15 oder 30 Prozent. Weiter argumentiert Apple, dass durch dieses Verfahren Nutzer vor Betrugsversuchen und einem Missbrauch ihrer Daten geschützt seien. Einige der App-Entwickler jedoch kritisieren, dass die Abgabe ungerechtfertigt hoch sei.

Die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers kam in dem Verfahren zu dem Schluss, dass Apple berechtigt sei, eine Kommission in seinem App Store zu verlangen. Darüber hinaus lehnte sie auch Epics Forderungen nach einer Öffnung der Plattform für andere App Stores ab. Allerdings sah sie eine Wettbewerbsverletzung darin, dass Apple Entwicklern verbot, Nutzer auf günstigere Kaufmöglichkeiten anderswo hinzuweisen. Daher dürfe Apple die App-Macher nicht mehr daran hintern, entsprechende Links und Buttons zu platzieren.

Apples Sorge um Nutzerdaten

Die Entscheidung der Richterin sorgt nun allerdings für Streit, denn der US-Konzern warnt, dass einige Entwickler die Entscheidung zu großzügig interpretierten und auch ganze alternative Bezahl-Abläufe hinter die Links packen wollten. Somit könnte es problematisch werden, wenn einige böswillige Entwickler Nutzerdaten missbrauchen, während Apple dies nicht verhindern könnte.

APA/ Red.

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