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APA: Unabhängigkeit muss gewährleistet bleiben

Mit 25 Jobs weniger in der Redaktion soll die APA wirtschaftlich und redaktionell in die Zukunft geführt werden.
© Archiv

Clemens Pig, Vorsitzender der Geschäftsführung und geschäftsführender Vorstand der APA

„Aufgrund struktureller Notwendigkeiten sei der kolportierte Stellenabbau unumgänglich“, erläutert der Vorsitzender der Geschäftsführung Clemens Pig gegenüber ExtraDienst. Im internationalen Vergleich hat die APA mit 145 Redakteuren den höchsten  Mitarbeiterstand. Durchschnittlich sind die Redaktionen von nationalen Presseagenturen mit 90 Planstellen besetzt.

Maßnahmen werden erst 2021 schlagend

Die Maßnahmen betreffen ausschließlich die APA Genossenschaft, wo die Redaktion sowie die kaufmännischen Bereiche angesiedelt sind. Sie stehen auch nicht im ursächlichen Zusammenhang mit der Corona-Krise, sondern seien Notwendigkeiten mit Blickrichtung 2021. Aus diesem Grund wurde auch keine Kurzarbeit beantragt. Darüber hinaus gilt es, die teilweise überdurchschnittlich langen Kündigungsfristen in der Redaktion, die bis zu 12 Monate betragen, zu berücksichtigen.
Pig: „Wir versuchen, bei den Kündigungen Härtefälle zu vermeiden. Es ist aber unumgänglich, jetzt zu handeln. Trotz 4 Prozent jährlichem Wachstum, ist es der APA nämlich nicht mehr möglich, die permanent wachsenden Personalkosten zu finanzieren.“
Natürlich muss die APA weiterhin eine unabhängige, nationale Nachrichtenagentur mit verschiedenen Ressorts bleiben. Aus diesem Grund soll die Eigenberichterstattung, neben den digitalen Formaten, gestärkt werden. APA-IT, APA-OTS oder APA-DeFacto lägen in der Gewinnzone und hätten auch noch Wachstumspotential.
„Es ist aber unbedingt notwendig“, so Pig weiter, „das operativ negative Ergebnis der Muttergesellschaft zu korrigieren.“ Nur so sei es möglich, die österreichische Nachrichtenagentur APA wirtschaftlich und damit redaktionell unabhängig, in die Zukunft zu führen.

 

red

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