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APA und Anwalt im Wortduell

 

Der APA-Redaktionsbeirat kritisiert Anzeige im Zuge des Buwog-Prozesses

 

Dass eine APA-Journalistin wegen eines Interviews im Zusammenhang mit dem Buwog-Prozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und andere von Grasser-Anwalt Manfred Ainedter angezeigt wurde, sei als plumper Angriff auf die Pressefreiheit zu werten, so der Redaktionsbeirat in einer Aussendung. Es handele sich dabei um den durchschaubaren Versuch, Druck auf VertreterInnen freier Medien auszuüben und die Prozessberichterstattung dadurch zu beeinflussen. Der Redaktionsbeirat appelliert an die in den Buwog-Prozess involvierten Anwälte, die zu solchen prozessstrategischen Mitteln greifen, zu einer professionellen Kommunikationsarbeit zurückzukehren.

 

Rechtsanwalt Ainedter reagierte umgehend mit einer eigenen Stellungnahme: Die APA habe am 16. Juli ein Gespräch mit Gabriele Moser (Grüne) veröffentlicht, "der die bisherigen Beweisergebnisse des "Buwog"-Prozesses klar parteiergreifend bewertet." So werde das angebliche "Geständnis" von Dr Peter Hochegger als glaubwürdig und positiv beurteilt. Die Aussagen von Karl-Heinz Grasser würden hingegen als widersprüchlich und falsch abgetan. Dies sei ein Eingriff in ein laufendes Verfahren und laut § 23 Mediengesetz strafbar. Der APA-Redaktionsbeitrat werde eingeladen, sich statt trivialer Polemik einer sachlichen Diskussion zu stellen und von Herabsetzungen auf persönlicher Ebene Abstand zu nehmen, so Ainedter. Ob die eingebrachte Anzeige ungerechtfertigt sei, werde im Übrigen die zuständige Staatsanwaltschaft zu klären haben und nicht der Redaktionsbeirat.

 

Bildcredit: pixabay