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Angriff auf österreichische Journalistin

Zum Vorfall auf der Europarat-Plattform soll die Ungarische Regierung nun Stellung nehmen müssen.
@ unsplash

Die Attacke des ungarischen Staatsfernsehens auf eine österreichische Journalistin hat es auch auf eine vom Europarat initiierte Plattform für Medienfreiheit geschafft.

Die Attacke des ungarischen Staatsfernsehens auf eine österreichische Journalistin hat es auch auf eine vom Europarat initiierte Plattform für Medienfreiheit geschafft. Die ungarische Regierung soll nun Stellung zu dem Fall nehmen müssen. Franziska Tschinderle vom Wochenmagazin „profil“ soll vergangene Woche in der Hauptnachrichtensendung des Staatssenders MTV namentlich attackiert worden sein. Sie habe EU-Abgeordnete der ungarischen Regierungspartei Fidesz provoziert.

Entrüstung über den Fall habe sich im In- und Ausland breitgemacht. Unterstützung für Tschinderle äußerten Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP), die Grünen, die SPÖ, die NEOS und mehrere Journalistenorganisationen. Tschinderle soll etwa gefragt haben, warum Vertreter des französischen Rassemblement National (RN) und der FPÖ bei dem Treffen des ungarischen Premiers Viktor Orban mit Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki und dem Chef der italienischen Partei Lega nicht anwesend gewesen seien. Beide Parteien sitzen immerhin mit der Lega gemeinsam in der rechtspopulistischen ID-Fraktion des Europaparlaments.

Insidern zufolge soll es sich mit der Listung des Falles auf der „Plattform zur Förderung des Schutzes von Journalismus und zur Sicherheit für Journalisten“ seit langem um den ersten Fall mit österreichischer Beteiligung handeln. Die Plattform war vom Europarat gemeinsam mit den Partnerorganisationen Reporter ohne Grenzen, der Internationalen Journalisten-Föderation, der Europäischen Journalistenföderation, der Association of European Journalists und Article 19 gegründet worden.

 

APA/Red.

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