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Amazon verpasst US-Mitarbeitern Maulkorb

Geplante App sperrt automatisch Wörter wie "Gehaltserhöhung", "ungerecht" oder "Sklavenarbeit".
Pixabay

„Schlimme Wörter“ sollen aus dem Lager verbannt werden

Kommunikation in der Amazon-Belegschaft gerne per App, aber dann bitte ohne die englischsprachigen Wörter Gewerkschaft, Gehaltserhöhung, ungerecht oder auch Sklavenarbeit. Wie das Investigativportal The Intercept unter Berufung auf interne Dokumente des E-Commerce-Giganten berichtet, sollen die Begriffe in einer noch für April in den USA geplanten Social-Media-App, eine Art internes Belegschaftsnetzwerk, automatisch gesperrt werden.

Entwickelt wird die Anwendung, damit sich Mitarbeiter des in Seattle ansässigen Unternehmens sogenannte „Shout-outs“ geben können, um auf diesem Wege gute Arbeitsleistung von Kollegen anzuerkennen und zu loben. Dem Bericht zufolge steht im Zentrum des noch zu launchenden sozialen Netzwerks ein „spielerisches Belohnungssystem“. Bei viel Lob zur jeweiligen Arbeitsleistung, die den „Geschäftswert“ des Konzerns erhöht, gibt es dann virtuelle Sterne und sogar Abzeichen für die Mitarbeiter.

Die Pläne kommen jetzt zur Umsetzung, nachdem laut dem Bericht Top-Manager von Amazon bereits im November vergangenen Jahres bei einer internen Besprechung ein solches Konzept als sinnvoll erachtet haben. In diesem Zusammenhang wird von The Intercept insbesondere der globale Chef für das Konsumgütergeschäft von Amazon, Dave Clark, zitiert. Letztlich wolle man dadurch die hohe Fluktuation an Mitarbeitern im Unternehmen senken. Dies hätte nicht nur positive Effekte in Bezug auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern steigere auch deren Produktivität.

 

pte

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