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Amazon – Strafe im Milliardenbereich

1,12 Milliarden Euro soll Amazon in Italien zahlen - weist die Vorwürfe des Marktmissbrauchs aber zurück.
©unsplash

Angesichts Amazons Umsatzzahlen dürfte die Strafe dem Konzern nicht wehtun.

Die US-amerikanischen Internet-Konzerne leiden aktuell vermehrt unter Strafen. Nach Facebook, Google und co. haben es die Behörden nun wohl auf den Versand-Riesen Amazon abgesehen. So verhängten die italienischen Wettbewerbshüter eine Strafe – und zwar in der Höhe von 1,12 Milliarden Euro. Grund dafür soll Amazons Missbrauch seiner Marktmacht sein, wie die Kartellbehörde am heutigen Donnerstag mitteilte. Der Konzern habe seinen Konkurrenten im Handel mit Elektronik-Waren geschadet haben – Amazon muss nun Änderungen unter Überwachung der Behörde vornehmen.

Die Strafe ist selbst in Anbetracht der Umsatzverhältnisse des Konzerns ungewöhnlich hoch. Die Behörde rechtfertigte sich damit, dass die missbräuchliche Strategie von Amazon als besonders schwerwiegend eingestuft wird – auch in Anbetracht ihrer Dauer, der bereits eingetretenen Auswirkungen und der Größe der Gruppe wurde die hohe Sanktion beschlossen, hieß es.

Mangelnde Einsicht

Amazon weist die Vorwürfe zurück und kündigte an, rechtlich gegen die Entscheidung vorzugehen. Die Strafe sei ungerechtfertigt und unverhältnismäßig, so eine Amazon-Sprecherin. Konkret geht es um den Service „Fulfillment by Amazon“ (FBA), bei dem der US-Konzern den Verkäufern die Übernahme der Versandlogistik anbietet.

Dass Italien hart durchgreift, zeigte sich bereits Ende November. Damals verhängte die italienische Kartellbehörde gegen Amazon und Apple eine Geldstrafe von insgesamt 200 Millionen Euro. Der Vorwurf bezog sich auf angeblich wettbewerbsschädliche Kooperation beim Verkauf von Apple- und Beats-Produkten. Die Geldstrafen belaufen sich auf 68,7 Mio. Euro für Amazon und auf 134,5 Mio. Euro für Apple.

APA/Red.

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