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Albumcover- Baby zieht vor Gericht

Klage wegen Kinderpornografie
©DCG Records

Ein Albumcover, das seit 30 Jahren weltweit bekannt ist, sorgt nun für Aufregung

Spencer Elden, so lautet der Name des Unterwasser-Babys auf dem Nirvana- Albumcover von „Nevermind“. 1991 wurde der vier Monate alte Junge nackt mit einem Dollar-Schein zum ikonischen Motiv der inzwischen weltweit bekannten Band von Kurt Cobain. Nun, 30 Jahre später, zieht Elden vor Gericht und klagt die Formation wegen sexueller Ausbeutung an. Bereits in den 90er Jahren wurde das Bild des Fotografen Kirk Weddle kritisiert, da die entblößten Genitalien eines Kindes zusehen waren. Der heute 30-jährige Spencer Elden hat unter anderem die ehemaligen Bandmitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic, die Nachlassverwalter von Kurt Cobain und den Fotografen verklagt und fordert jeweils mehr als 150.000 US- Dollar Schadensersatz.

Elden hat sich „Nevermind“ quer über die Brust tätowieren lassen und hat das Cover insgesamt drei Mal zu diversen Jubiläen nachgestellt und auf Social Media gepostet. Gegenüber dem Time- Magazine  sagte er vor fünf Jahren, dass er nicht recht weiß, was er von all dem halten soll, vor allem von dem vielen Geld, das mit dem Album generiert wurde und woran er nichts verdiente. Er denke vielleicht auch einfach zu viel darüber nach, hieß es weiter. Nun hat Elden scheinbar einen neuen Gedanken dazu gefasst und zieht vor Gericht. Der Kläger spricht in den Unterlagen von einem lebenslagen Schaden, den er durch die Verwendung des Fotos erlitten habe.

Soweit bekannt ist, war der Fotograf Kirk Weddle ein Freund von Eldens Eltern. Für das Foto sollen sie zweihundert Dollar erhalten haben. Mit einem Jahr wurde ihm von der Plattenfirma ein Platinalbum und ein Teddybär geschenkt. Damit weniger glücklich zeigte sich der heute 30-Jährige in diversen Interviews und Photoshoots. Es würde sich für ihn seltsam anfühlen, als Nirvana- Baby bekannt zu sein. Dabei sind es gerade seine Auftritte im Funk und Fernsehen, die dazu beitragen.

PA/ Red.

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