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Aktiver News-Konsum fördert Filterblasen

Nutzer, die häufiger mit Nachrichten interagieren, rutschen eher in Filterbubbles ab.
©unsplash

„Filterblase“ bedeutet, dass man ständig mit Ansichten konfrontiert wird, die den eigenen gleichen.

Forscher der University of Princeton haben für eine neue Studie ein Modell entwickelt, mit dem normalerweise das Verhalten in Gruppen oder Schwärmen analysiert wird, um die Auswirkung von Filterblasen auf Twitter-Nutzer zu untersuchen. Dafür wurde das Verhalten von über 1.000 Followern der US-amerikanischen Nachrichtensender „CBS News“, „U.S. Today“, „Vox“ und „Washington Examiner“ beobachtet. Das Ergebnis: Wer online einen aktiven Umgang mit Nachrichten pflegt, bleibt häufig in politisch isolierten Filterblasen hängen. Das bedeutet, dass Interaktionen mit Tweets – wie etwa Teilen und Liken – dazu führen, dass das Online-Umfeld der jeweiligen Nutzer deutlich weniger divers ausfällt.

„Die Studie zeigt, dass der Konsum von politischen News online auch ohne Algorithmen das soziale Umfeld der Menschen verändert und sie so in Filterblasen befördert, in denen sie nur von Menschen ähnlicher Ansichten umgeben sind. Ob ein Nutzer eine Nachricht ignoriert oder ihr einen Like gibt und teilt, kann bestimmen, ob sein soziales Online-Umfeld divers bleibt oder politisch sehr einseitig wird“, macht Princeton-Datenwissenschaftler Christopher Tokita deutlich.

Filterblase – Grund für Polarisierung?

Den Forschern zufolge könnte das ein Grund für die Polarisierung der US-Bevölkerung sein. Es sei nötig, weitere Studien zum Einfluss der Filterbubble – und insbesondere zur Verbreitung und den Folgen von Fake News – durchzuführen. Ab dem Zeitpunkt, wo sich Nutzer in einer Filterblase befinden, verpassen sie mehr Nachrichten – selbst dann, wenn sie von ihrer bevorzugten Nachrichtenquelle stammen.

Zudem hat natürlich auch die unterschiedliche Berichterstattung der News-Kanäle einen Einfluss auf die Polarisierung. In der Studie zeigte sich das beispielsweise so, dass „CBS News“ und „U.S. Today“ faktenorientierter und diverser berichteten, während die Berichterstattung bei „Vox“ und dem „Washington Examiner“ politisch deutlich einseitiger war. Das bewirkte Unterschiede in der politischen Ideologie sowie der Diversität unter den Lesern.

Pressetext/Red.

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