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2,5 Milliarden Facebook-Nutzer

Das soziale Netzwerk wächst stetig.
© Gerd Altmann / Pixabay

In Europa lag der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer allerdings nur bei 13,21 Dollar.

Facebook hat im vergangenen Quartal die Marke von 2,5 Milliarden aktiven Usern erreicht. Der Umsatz stieg im vierten Quartal 2019 um ein Viertel auf 21 Mrd. Dollar, der Gewinn legte um 7 Prozent auf 7,35 Mrd. Dollar zu. Doch auch die Kosten steigen, unter anderem weil das Online-Netzwerk immer mehr Mitarbeiter braucht. Zudem erschweren Datenschutz-Regeln wie die DSGVO das Werbegeschäft. Das Gewinnwachstum war langsamer als Anleger es von Facebook gewohnt sind. Die Aktie sackte im nachbörslichen US-Handel um mehr als sieben Prozent ab.

Kritik zu Datenschutz

Mit den Quartalszahlen gab Facebook auch eine Zahlung von 550 Mio. Dollar im US-Bundesstaat Illinois für die Beilegung einer Verbraucher-Sammelklage wegen der Gesichtserkennungs-Funktion auf der Plattform bekannt. Die Kläger hatten Facebook vorgeworfen, gegen lokale Gesetze verstoßen zu haben, weil biometrische Daten ohne Wissen der Nutzer erhoben worden seien. Die Funktion schlägt Namen von Facebook-Freunden zum Markieren in Fotos vor. Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg kündigte an, er wolle die Positionen des Online-Netzwerks offensiver vertreten. „Mein Ziel für das nächste Jahrzehnt ist es nicht, gemocht, sondern verstanden zu werden“, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Damit man Vertrauen gewinnen kann, müssen die Leute wissen, wofür man steht.“ So wolle Facebook verstärkt die Redefreiheit, die Verschlüsselung und sein werbebasiertes Geschäftsmodell verteidigen. Dem Online-Netzwerk wird unter anderem vorgeworfen, es sammele zu viele Daten für die Personalisierung der Anzeigen und wolle Nutzer länger auf der Plattform halten, um ihnen mehr Werbung einzublenden.
In den USA machte Facebook im vergangenen Quartal einen durchschnittlichen Erlös pro Nutzer von 41,41 Dollar, fast ausschließlich durch Werbung. In Europa lag der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer lediglich bei 13,21 Dollar. Zugleich räumte Facebook ein, dass Regeln wie die Europäische Datenschutz-Grundverordnung oder das ähnliche neue Datenschutzgesetz in Kalifornien es zum Teil schwieriger machten, Anzeigen zu personalisieren und ihre Effizienz zu messen.

 

APA/Red

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