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15 Jahre Journalismus „mit scharf“

Die Chefredakteurin des „biber“-Magazins sieht nach wie vor Potenzial bei medialer Diversität.
© Pixabay

„biber“ macht es sich zum Auftrag, die Medienlandschaft in Österreich genauso divers gestalten zu wollen, wie es auch seine Bevölkerung ist.

Das Wiener Gratismagazin „biber“ spürt seit 15 Jahren dem Lebensgefühl „neuer Österreicher“ nach. Recherchiert werden die Geschichten von Journalisten, die selbst aus der migrantischen Community kommen. Was Diversität am heimischen Medienmarkt angeht, sieht „biber“-Chefredakteurin Delna Antia-Tatic aber noch „viel Luft nach oben“. Abhilfe schaffen will die interne Talenteschmiede „biber“-Akademie, die nun erstmals auch Deutschland „beliefert“.

Das Magazin richtet sich vorwiegend an Zugewanderte der zweiten und dritten Generation, die also schon hier geboren und aufgewachsen sind. „Die Checker zwischen den Welten sind unsere Zielgruppe“, sagt Antia-Tatic. Man hole aber auch das Gefühl vieler Junger mit nicht-österreichischen Wurzeln ab, „zwei Heimaten zu haben, vielleicht nie ganz dazuzugehören, eine andere Muttersprache zu sprechen“. Aber auch autochthone Wienerinnen und Wiener, „die vielleicht spannend finden, wie es in einem Jugo-Haushalt läuft“, fänden sich unter der Leserschaft. Alle Artikel erscheinen auf Deutsch.

Um an gute Geschichten zu kommen, braucht es jedenfalls Zugang zu den Communitys. Deshalb sei es in Sachen medialer Vielfalt auch so wichtig, mehr Menschen mit migrantischem Background in die Redaktionen zu bekommen, meint Simon Kravagna, Gründer, langjähriger Chefredakteur und nun Herausgeber von „biber“. Seit den Anfängen des Magazins im Herbst 2006 habe sich im Journalismus immerhin einiges geändert, „aber eine bedeutende Größenordnung gibt es immer noch nicht“. Dabei würde er Medienunternehmen „schon allein aus wirtschaftlichem Eigeninteresse“ raten, die multiethnische Gesellschaft personell und inhaltlich stärker abzubilden.

 

APA/red

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