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Positive Neuigkeiten trotz Verlusten

 

Digitalabos entwickeln sich sehr positiv.

 

Nach langen Jahren düsterer Zukunftsaussichten und sinkender Umsatzzahlen, kann man im Hauptquartier der New York Times wieder etwas positiver nach vorne blicken. Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht der The New York Times Company zeigt einen rasanten Anstieg von digitalen Abos und steigende Umsätze im digitalen Werbemarkt. Die können den Rückgang des Inseratengeschäfts im Print-Bereich zwar nicht komplett auffangen, es zeichnet sich aber ein positiver Trend ab.

Die Zahlen sprechen für sich. Die NYT scheint den Sprung ins digitale Zeitalter geschafft zu haben – und damit einigermaßen Geld zu verdienen. 2017 wurden insgesamt mehr als 2,6 Millionen reine Digitalabos verkauft. Der Umsatz mit Digitalabos stieg um 46 (!) Prozent auf 340 Millionen Dollar, im viertel Quartal legten sie sogar um 51 Prozent zu.

 

Abos dämpfen Werberückgang

Das Finanzierungsmodell der Tageszeitung hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mittlerweile machen Abo-Einnahmen 60 Prozent des gesamten Konzernumsatzes aus. Insgesamt betrug dieser 1,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von acht Prozent.

Zugleich konnte der Rückgang des Werbegeschäfts durch die Steigerung der digitalen Werbeeinnahmen etwas gedämpft werden. Die Einnahmen aus Onlinewerbung stiegen 2017 um 14 Prozent auf 238 Millionen Dollar. Ihr Anteil an den gesamten Werbeeinnahmen liegt bereits bei 46 Prozent. Da das klassische Inseratengeschäft aber weiterhin zurückgeht, sanken die Gesamtwerbeeinnahmen um vier Prozent auf 559 Millionen Dollar.

 

Ausblick

Unter dem Strich machte die New York Times Company im vierten Quartal einen Nettoverlust von 58 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis wurde vor allem durch gestiegene Kosten und einer neuen Pensions-Regelung belastet und sank von 56 auf 23 Millionen Dollar.

Dennoch blickt die NYT optimistisch in die Zukunft. Bis 2020 will man 800 Millionen Dollar jährlich digital einnehmen. Derzeit kommen Digitalwerbung und Digitalabos gemeinsam auf rund 600 Millionen.

Bildcredit: New York Times