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Die Funke-Gruppe soll ihre 50 Prozent der Kronen-Anteile abgeben wollen.


Seit Hans Dichands Tod 2010 herrschen zwischen den Eigentümern der Kronen Zeitung verhärtete Fronten. Einerseits ist der Nachlass des Krone-Gründers von rund 400 Millionen noch nicht geklärt, auf der anderen Seite wird seit Jahren heftig über 1988 vereinbarte Vorrechte der Dichands gestritten. Die Meinungsverschiedenheiten gipfelten darin, dass Petra Grotkamp, Haupteigentümerin der Funke-Gruppe, Christoph Dichand mitteilte, auf eine gemeinsame Zusammenarbeit verzichten zu wollen. Seither wurden neben Milliardär Martin Schlaff und Novomatic-Gründer Johann Graf bereits viele weitere als mögliche Interessenten genannt. Nun, mit den Fellners, auch einer der größten Konkurrenten des Landes.

Konkret wird vermutet, dass die Funke-Gruppe über einen Verkauf ihrer 50-prozentigen Anteile mit der Familie Fellner verhandle. Zwar interessierte sich Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner kürzlich noch für das Wirtschaftsblatt und ATV, die Kronen Zeitung dürfte ihn aber wenig reizen, wie er gegenüber dem Standard angibt: „Es gibt keine Kontakte zwischen der Familie Fellner und der Familie Funke – wir kennen die Mitglieder der Familie Funke nicht einmal“. Zudem beteuert er, keinerlei Interesse am Erwerb der Anteile zu haben. Auch die damit einhergehenden Schiedsgerichtsverpflichtungen würden ihn abschrecken.

 

 

12. 05. 2017 / red
Bildcredit: GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com