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Am Gipfel seiner Macht: Sorrell beim World Economic Forum 2010 in Davos

 

Agenturnetzwerk WPP gibt Rücktritt von CEO Martin Sorrell bekannt

 

Vor zwei Wochen wurde es öffentlich: WPP leitet interne Untersuchungen gegen seinen Gründer und CEO ein. Wegen „persönlichen Fehlverhaltens“ hieß es von Seiten des Unternehmens. Seit Samstag ist sein Rücktritt nach 33 Jahren bei WPP nun bestätigt. Dass die Sache damit erledigt und die Ermittlung eingestellt ist, riecht nach einem Deal. Zumindest bleibt reichlich Raum für Spekulation, wenn ein Firmenchef wie Sorrell nach über drei Jahrzehnten an der Spitze einfach zurücktritt.

Die Wortwahl der Mitteilung von WPP macht die Sache auch nicht runder. Die Vorwürfe seien „nicht existentiell“ für die Firma, heißt es da. Sorrell soll „für Hilfe während der Übergangsphase zur Verfügung stehen“. Ein Geschäft unter alten Freunden?

Mögen die Meinungen bezüglich seiner Person auch auseinander gehen, Sorrells Einfluss auf die Medienwelt ist unbestritten. 1985 kaufte der Brite ein – damals mit der Herstellung von Einkaufskörben beschäftigtes – Kleinstunternehmen. Innerhalb weniger Jahre baute er es zur WPP Group um. Heute zählt das Unternehmen zu einem der weltweit größten für Medien und Kommunikation, mit rund 205.000 Mitarbeitern in über hundert Ländern.

Nun verabschiedet sich Sorrell von der Spitze seines Unternehmens: "WPP wird immer auch mein Baby bleiben. Als Gründer kann ich sagen, dass WPP nicht nur eine Sache auf Leben oder Tod ist; es war, ist und wird immer noch wichtiger sein als das. Viel Glück und lebt wohl... und jetzt zurück in die Zukunft. Danke."

 

Bildcredit: World Economic Forum/ Wikimedia/ CC BY-SA 2.0