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YouTube-CEO Susan Wojcicki

 

10.000 neue Mitarbeiter sollen für eine bessere Bekämpfung umstrittener Inhalte sorgen.

 

Seit mehreren Monaten steht das Videoportal YouTube nun schon unter Beschuss. Werbekunden hatten zunächst im Frühjahr beklagt, dass ihre Inserate vor Videos mit rechtsextremen Inhalten geschalten wurden. Viele zogen ihre Anzeigen daraufhin zurück. Im Herbst kam es abermals zu einem Werbekunden-Exodus, als bekannt wurde, dass im Kinderdienst YouTube Kids gewalttätige Videos zu finden sind und pädophile Kommentare ungelöscht auf der Seite bleiben.

YouTube versucht die verlorenen Werbenden nun zurückzugewinnen. Dazu wurde eine große Kontrolloffensive gestartet. Wie YouTube-CEO Susan Wojcicki in einem Blogbeitrag ankündigte, werden 10.000 neue Mitarbeiter eingestellt um Inhalte zu überprüfen. Zudem wird weiter in Algorithmen und maschinelles Lernen investiert, sodass in Zukunft problematische Inhalte automatisch erkannt und entfernt werden können.

"Da sich die Bedrohungen für unsere Plattform ständig weiterentwickeln und verändern, müssen und werden sich unsere Methoden weiterentwickeln, um auf diese zu reagieren. Egal, welche Herausforderungen sich stellen, unser Engagement, diese zu bekämpfen, wird nachhaltig und unerschütterlich sein. Wir werden die notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Community zu schützen und sicherzustellen, dass YouTube auch weiterhin ein Ort ist, an dem Kreative, Werbetreibende und Zuschauer einen sicheren Platz vorfinden”, so Wojcicki im Blogbeitrag.

In den letzten Monaten konnte YouTube bereits erste Erfolge in der Bekämpfung problematischer Inhalte aufweisen. Insgesamt wurden seit Juni fast 2 Millionen Videos manuell überprüft und 150.000 Videos mit gewalttätigem Inhalt gelöscht. Seit Juni setzt YouTube außerdem Algorithmen ein, die automatisiert gewalttätige Inhalte zur Überprüfung melden sollen. Davor wurden nur Inhalte überprüft, die von Nutzern gemeldet worden waren.

Auch in der Schaltung von Werbeanzeigen geht YouTube neue Wege. Werbespots sollen zukünftig verstärkt manuell vor passende Videos geschalten werden. Bisher hat diese Aufgabe ein Algorithmus übernommen.

Bildcredit: YouTube