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1. Porn Film Festival Vienna ist auf Anfang März verschoben.

 

Das 1. Porn Film Festival Vienna war ursprünglich vom 1. bis zum 4. Februar geplant. Nun meldeten sich allerdings die Veranstalter zu Wort und kündigten eine Verschiebung auf Anfang März an – „aus unerwarteten organisatorischen und technischen Gründen“ – wie es heißt.

Platt könnte man jetzt titeln: „Der Höhepunkt wurde hinausgezögert“ oder „PFFV kommt (noch) nicht zum Schuss“ doch das wäre eher Ausdruck der Borniertheit und Engstirnigkeit der österreichischen Kulturszene, die dem Festival vermutlich ohnehin entgegenschlägt.

 

(K)Ein Randphänomen

Stattdessen bietet die Verschiebung Anlass, sich ein wenig näher mit dem Gegenstand auseinanderzusetzen. Pornographie findet heute zwar vornehmlich im Internet statt – die Zeiten der schmuddeligen Sex-Kinos sind weitestgehend vorbei – doch Connaisseure der erotischen Kunst versammeln sich immer häufiger zu Veranstaltungen, die Pornofilme (zurück) ins Kino bringen.

Während in anderen Städten eigene Pornofilmfestivals aus der kulturellen Landschaft kaum mehr wegzudenken sind (in Berlin ging vergangenen Herbst die 12. Ausgabe über die Bühne), ist das geplante Porn Film Festival Vienna das erste seiner Art in Österreichs Hauptstadt.

Außer einem Programm zu „Feminist Porn“ beim „This Human World“ vor einigen Jahren und einigen Porno-Programmen bei anderen kleineren Festivals wie dem „Vienna Shorts“ oder dem „Transition Festival“, sieht es mau aus, um die Präsenz des pornographischen Films in den österreichischen Kinos. Da kommt ein eigenes Festival ganz recht. Statt eines spitzbübischen Kicherns, sollte der Aufschub also eher zu Sorgenfalten auf die Stirn der Berichterstatter und Kulturverantwortlichen sorgen.

Bildcredit: PFFV/Facebook