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Etappen-Erfolg bei Gericht: Verleger Alexander Geringer

 

Handelsgericht entschied für Verleger: Die Media-Analyse muss auf mögliche Abweichungen hinweisen.

Womöglich erscheint die österreichische Media-Analyse fürderhin mit Warnhinweisen. Demzufolge müsste sie bei ihren Reichweitenstudien auf die Möglichkeit aufmerksam machen, dass die tatsächlichen Leserzahlen „grob" mit den ausgewiesenen Zahlen differieren könnten. Das hat, wie der Standard berichtet, Ende September das Handelsgericht Wien festgelegt. Der Entscheid ist aber noch nicht rechtskräftig.

Der Anlass der Causa: Alexander Geringer, Verleger der Zeitschrift Home, fand, dass die Media-Analyse den Konkurrenz-Produkten Schöner Wohnen und Besser Wohnen Leserzahlen bescheinige, die in keinem Verhältnis zu ihren Auflagen stünden. Solchermaßen beantragte er, dass die Media-Analyse zumindest darauf hinweise, dass die „tatsächlichen Leserzahlen außerhalb der Schwankungsbreite liegen und von den Ergebnissen der Media-Analyse grob abweichen könnten" (zitiert lt. Standard). Die Richterin gab Geringer recht - dass die MA mangelfreie Erhebungsmethoden anwende und zu 95 Prozent innerhalb der Schwankungsbreite liege, reichte ihr nicht. „Skurril" fand dagegen MA-Präsident Helmut Hanusch das Urteil, das er anfechten wird.

Bildcredit: Archiv