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Reaktionen auf die Wahl in den Niederlanden.

 

„Niederländer watschen Rechtspopulisten ab“. Recht kräftig der Titel, mit dem die Vorallberger Nachrichten auf ihrer Einser dem niederländischen Wahlergebnis Rechnung tragen (vergleichen Sie bitte dazu auch die Headlines in unserer Schlagzeilen-Revue). Der Aufmacher der Wiener Zeitung, „Europas Deiche hielten in den Niederlanden“,   symbolisiert stellvertretend den inhaltlichen Grundtenor, mit dem das Voting in den Niederlanden in Österreichs Zeitungen aufgenommen wird: Die EU ist vorerst davongekommen. In seinem Leitartikel ortet Wiener Zeitung-Chefredakteur Reinhard Göweil eine Tendenz, dass die Rechtspopulisten in Europa an Grenzen stoßen. Klare Positionen vorausgesetzt, sei Pro-EU mehrheitsfähig. „Der vermeintlich unaufhaltsame Vormarsch der Rechtspopulisten muss nicht sein – wie die Niederlande gestern bewiesen haben“.

„EU atmet auf: Rutte stoppt Wilders“ titelt Österreich. Isabelle Daniel postuliert in ihrem Kommentar, dass US-Präsident Donald Trump mit seinem rabaukenhaften Polit-Stil dem rechtspopulistischen PVV-Kandidaten Geert Wilders den Sieg gekostet habe. Auch Heute sieht Wesensverwandtschaften zwichen Trump und Wilders, wie der Titel „Europa-Trump bei Wahl gestoppt“ indiziert. „Nur Krakeelen gewinnt keine Wahl“, übertitelt Andreas Schwarz seinen Kommentar im Kurier und prophezeit, dass es auch Marie Le Pen beim Urnengang in Frankreich nicht schaffen wird.

In der Kleinen Zeitung wird Hollands Premier Mark Rutte auf dem Cover als „Populisten-Bändiger“ abgefeiert. Korrespondent Peter Reisbeck verhehlt aber nicht, dass Rutte und Holland vor einem veritablen Problem stehen. In Anspielung auf die Wahlwerbung des Premiers schreibt er: „Liberal, ledig, sucht – verzweifelt eine Koalition der Mitte.“ Den eigentlichen Wahlsieger des gestrigen Abends, den Grünen Jesse Klaver, stilisiert Die Presse zum „Shootingstar und Anti-Wilders“ hoch.

 

16.03. 2017 / jasc

 

Bildcredit: Mucha Verlag