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iab-Präsidentin Martina Zadina

Zahlungsbereitschaft für Content nimmt nur langsam zu, zeigt der neue Trendmonitor.

 

Die gute Nachricht: Die Zahlungsbereitschaft hat in den letzten vier Jahren zugenommen. Die schlechte Nachricht: Allerdings nur unwesentlich. Am ehesten greifen die Österreicher für exklusive Facgpublikationen in die digitale Geldbörse. Immerhin acht Prozent würden sicher dafür bezahlen und 32 Prozent haben eine grundsätzlich positive Haltung. Ihnen stehen 38 Prozent gegenüber, die bezahlte Inhalte für sich ausschließen. Überwiegend sind jüngere Menschen mit höherer Bildung eher bereit, Bezahlinhalte zu konsumieren.

„Auf Content-Anbieter und Publisher kommen enorme Herausforderungen zu: Einerseits ist die Zahlungsbereitschaft der User gering und andererseits beschneiden die kommende EU-Datenschutzgrundsatzverordnung und ePrivacy-Richtlinie die Vermarktungsmöglichkeiten. Die Gratis-Kultur ist noch immer fest in den Köpfen verankert und es bedarf massiver Aufklärung, dass digitale Inhalte reale Werte darstellen“, kommentiert iab austria-Präsidentin Martina Zadina die Ergebnisse des aktuellen Trendmonitors.

Für Unterhaltung und Spiele sind nur mehr 19 Prozent der Befragten bereit, Geld auszugeben. Für allgemeine Nachrichten würden nur mehr 14 Prozent der Umfrageteilnehmer bares Geld auf den digitalen Ladentisch legen. Service-Seiten stehen besonders schlecht in der Gunst der User: Nur neun Prozent können sich vorstellen, Geld für Inhalte zu bezahlen.

Doch nicht nur mangelnde Zahlungsbereitschaft, auch der Einsatz von Werbeblockern erschwert das digitale Geschäft. So geben 41 Prozent der Befragten an, einen Werbe-Blocker zu nutzen.

Für die kostenlose Nutzung von Inhalten wären die User jedoch bereit, auf den Einsatz von Werbe-Blockern zu verzichten: Bei exklusiven Fachpublikationen würden 47 Prozent Werbung tolerieren, um in den Genuss des kostenfreien Konsums zu kommen, bei allgemeinen Nachrichten sind dies 43 Prozent, bei Service-Seiten 36 Prozent und bei Spielen und Unterhaltungs-Inhalten noch 30 Prozent.

Die Akzeptanz für Cookies ist dagegen mit 72 Prozent sehr hoch. Vor allem bei jüngeren Aktivgruppen im Alter von 14 bis 39 Jahren und höheren Einkommens- und Bildungsschichten.

Für den Trendmonitor erhob das advertising bureau austria gemeinsam mit INTEGRAL im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Teilnehmern seit Jahresbeginn die Zahlungsbereitschaft für Online-Content und vergleicht die Ergebnisse mit einer Studie aus dem Jahr 2013.

Bildcredit: iab austria