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In der bislang männlich dominierten Disziplin des Datenjournalismus zeichne sich eine Trendwende ab, wurde beim Journalistinnenkongress festgestellt.   

 

Gibt man bei Google den Begriff „Datenjournalistin“ ein, kommt die Frage: „Meintest du Datenjournalist?“ Datenjournalismus ist bislang ein männlich dominiertes Feld und scheint ein Klischee widerzuspiegeln: Männer gelten als technikaffiner. Und Datenjournalismus ist eine technisch anspruchsvolle Disziplin. Es geht dabei um das Sammeln und Strukturieren von Informationen. Und teilweise ist es sehr schwer, an Daten zu gelangen. Ohne Programmierkenntnisse kommt man oft nicht weiter. Herrschende Klischees, wie die Meinung, dass Männer kompetenter und erfahrener im Umgang mit Technik seien, stellen noch eine zusätzliche Hürde für Frauen dar. Beim Journalistinnenkongress in Wien sieht die Schweizer Datenjournalistin Sylke Gruhnwald aber eine Wende: „Der weibliche Nachwuchs ist im Kommen. Es gibt ganz viele junge Praktikantinnen, die sich für Technik interessieren.“ 

Durch die Weiterentwicklung des Datenjournalismus und seiner technischen Tools werden Daten leichter zugänglich. So wird das Feld für angehende JournalistInnen, vor allem Frauen, zunehmend attraktiver. Das sieht Gruhnwald besonders positiv: „Ich hoffe, dass wir drei bis vier Frauen, die im deutschsprachigen Raum immer als Beispiel für Datenjournalistinnen genannt werden, von vielen jungen Journalistinnen abgelöst werden.“

Bildcredit: Screenshot Google; MG Mediengruppe