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Vor die Wahl gestellt, wünschen sich Journalisten mehrheitlich Kim Jong-un als Interviewpartner. Sein amerikanischer Kollege dagegen schafft es gerade auf Platz Sechs.

 

Die Befindlichkeiten der deutschen und österreichischen Medienvertreter erhob Marketagent.com in seinem Journalistenbarometer. Ergebnis: Am liebsten würde die Zunft den nordkoreanischen Diktator für ein exklusives Interview vors Mikrofon bringen. Für 23,7% der Männer und 10,1% der Frauen wäre er aktuell der interessanteste Interviewpartner und lässt damit seinen Gegenspieler Donald Trump hinter sich, den lediglich 5,2% der Befragten gerne interviewen würden. Einmal ein Gespräch mit Englands Queen Elizabeth II oder Angela Merkel zu führen, wünschen sich vor allem Journalistinnen (18,3% bzw. 15,1%).

Apropos Interview: Als besonders mühsam entpuppt es sich hierbei für mehr als 4 von 10 Journalisten, wenn der Interviewpartner ununterbrochen ausweichend und nicht auf die eigentlichen Fragen antwortet. 35,5% empfinden es als störend, wenn sich ihr Gegenüber von seinem Berater einsagen lässt oder Geld für das Interview verlangt (31,0%).

Vor was haben Journalisten am meisten Angst? 52,7% davor, aufgrund mangelnder Recherche falsche Berichterstattung zu betreiben. 43,4% bereitet die Vorstellung, einer falschen Quelle zu vertrauen und Fake News zu verbreiten, Falten auf der Stirn. Mit großer Sorge verbunden ist weiters der Gedanke daran, andere durch die eigene Berichterstattung in Gefahr zu bringen, etwa Personen über die man berichtet (40,1%) oder Menschen aus dem Privatleben (31,1%).

Doch nicht nur Ängste, sondern vor allem Träume treibt die Zunft: Ein Drittel wünscht sich, mit seiner Berichterstattung, etwas in Bewegung zu setzen, das noch Jahre später Menschen hilft. 22,0% streben danach, andere durch ihren journalistischen Beitrag zum Umdenken zu bewegen und 12,9% möchten etwas schreiben, über das auch Jahre später noch gesprochen wird. Dementsprechend würden auch 83 % den Beruf wieder ergreifen.

 

Für die Studie wurden 636 Journalisten aus Deutschland und Österreich im Zeitraum von 29. November bis 18.Dezember 2017 per Online-Fragebogen befragt.

Bildcredit: Marketagent.com