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82 Prozent von Europas Jugendlichen trauen Medien und Institutionen nicht.


Im Auftrag europäischer Rundfunkanstalten wurde im Rahmen von „Generation What?“ eine der größten Jugendstudien aller Zeiten durchgeführt. Rund eine Million Europäer zwischen 18 und 34 Jahren nahmen an der Umfrage zum Thema Vertrauen in Medien und Institutionen teil. Das Ergebnis spricht Bände: Ganze 82 Prozent der Befragten gaben gewisse Zweifel an.

Am schlechtesten schnitten Religionen ab: Insgesamt hinterfragen 86 Prozent der Teilnehmer die Glaubwürdigkeit religiöser Institutionen. Medien liegen mit 79 Prozent knapp dahinter. Im Durchschnitt vertrauen sogar nur zwei Prozent aller Teilnehmer vollends der Berichterstattung in ihrer Heimat. 17 Prozent der Befragten verlassen sich „mehr oder weniger“ auf Medien – 39 Prozent haben „überhaupt kein Vertrauen“ und 41 Prozent stehen ihnen mit einer gewissen Skepsis gegenüber.

Eine wirkliche Begründung für das Misstrauen gegenüber den Medien und diversen Institutionen in Europa liefert die Studie nicht. Ein im Schlussbericht veröffentlichtes Resümee versucht sich aber an einer Interpretation der Ergebnisse: „Es ist nicht auszuschließen, dass man Medien als korrumpierbar einstuft beziehungsweise deren Unabhängigkeit anzweifelt. Auch ist denkbar, dass man bewusste Fehlinformation und Manipulation für möglich hält. Ebenfalls könnte die Vermutung oder Wahrnehmung journalistischer handwerklicher Fehlleistungen eine Rolle spielen“, lautet die Einschätzung der Studienleiter.

 

 

 

05. 04. 2017 / red
Bildcredit: © Syda Productions / Fotolia