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Facebook erwarb durch den Deal unter anderem die Rechte an den Songs der Beatles

 

Soziales Netzwerk investiert weiter in Musiklizenzen. Nun ist Sony/ATV dran.

 

Facebook stand lange vor einem Dilemma. Das soziale Netzwerk lebt vom Content, den seine Nutzer generieren. Die User verfassen Statusmeldungen, laden Fotos und Videos hoch. Dass sie damit oftmals Urheberrechte verletzen kann ihnen – da sie keinen kommerziellen Nutzen daraus ziehen – ziemlich egal sein. Das Unternehmen ignorierte diese problematische Rechtelage ebenfalls sehr lange. Man glaubte plausibel argumentieren zu können, dass Facebook nicht direkt aus dem nicht-lizenzierten Material, das die Nutzer verwendeten, Kapital schlägt.

Vor einiger Zeit musste Facebook diesen „Scheuklappen“-Kurs ändern, als man begann Videos in den Timelines mit Werbepausen auszuspielen. Der Content der Nutzer wird nun also direkt monetarisiert. Facebook ist sich der problematischen Rechtelage bewusst und holte daraufhin vor knapp einem Jahr Tamara Hrvinak an Bord. Hrvinak ist eine erfahrene Juristin und Managerin aus der Musikwirtschaft und gilt als Expertin für Lizenzverhandlungen.

 

Lizenzverträge in großem Rahmen

Ihr erster Coup: Ein Rahmenvertrag mit dem weltgrößten Musiklabel Universal Music über mehrere Milliarden Dollar. Nun schloss Facebook einen weiteren Vertrag mit einem Musikgiganten. Als zweiten Musikpartner holte man Sony/ATV an Bord. Sony/ATV hält unter anderem die Rechte an Künstler wie den Beatles, Michael Jackson, Beyoncé, Taylor Swift und Ed Sheeran. Insgesamt sind drei Millionen Songs im Deal inkludiert. Finanzielle Details sind nicht bekannt.

Facebook bewegt sich damit nicht nur aus einer rechtlichen Grauzone, sondern stellt auch die Weichen für einen Ausbau seines Medienangebots. Zurzeit wird auch das Angebot des hauseigenen Video-Streaming-Dienstes Facebook Watch massiv ausgebaut, die Musikrechte könnte man auch zum Aufbau eines Musik-Streaming-Angebots nutzen.

Bildcredit: Pixabay