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Studie: Österreicher interagieren mit Handy mehr als drei Stunden am Tag.

 

Satte 94 Prozent der Österreicher haben, so besagt der Mobile Communications Report der Mobile Marketing Association Austria und MindTake Research in seiner 11. Auflage, bereits ein Smartphone. 93 Prozent der Österreicher surfen mit dem Smartphone regelmäßig im Internet – In der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre sind es sogar glatte 100 Prozent. Die tägliche Handynutzung liegt in Österreich bei mehr als drei Stunden, wobei ein kleines Ost-West-Gefälle zu beobachten ist: In Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und der Steiermark wird täglich 3,3 Stunden (in Wien 3,1 Stunden) mit dem Handy interagiert. In Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg sind es  3,0 Stunden pro Tag. Die meistgenutzten Smartphone-Funktionen hierzulande sind – in dieser Reihenfolge – Telefonieren, Fotografieren, Instant Messaging wie WhatsApp, im Web Surfen, E-Mails checken & senden sowie die Wecker-Funktion.

Bei den Betriebssystemen ist Android im Vormarsch: 65 Prozent gegenüber 61 Prozent im Vorjahr. Apple´s iOS verzeichnet eine minimale Steigerung von 22 auf 23 Prozent. Windows verliert mit 3 Prozent (2016: 5 Prozent) ein wenig an Boden. 30,4 Apps hat der durchschnittliche Smartphone-Nutzer aus Österreich installiert, davon sind 1,6 Apps kostenpflichtig. 55 Prozent geben an, dass ihnen bei der App-Installation die Sicherheit wichtig ist (2016: 51 Prozent). Wenig Freude haben mobile Websurfer, wenn Websites nicht mobil optimiert sind (37 Prozent) und wenn der Bildschirm zu klein ist (33 Prozent). Nicht mehgr so schlimm empfinden die Österreichern die Kosten für Datenroaming im Ausland: Im Vorjahr klagten noch 36 Prozent der Befragten über die hohen Roaming-Kosten, heuer ärgern sich nach dem Aus für Roaming-Gebühren im EU-Raum im Juni nur mehr 15 Prozent darüber.

 

Mobile Werbung wird immer mehr von Video Ads geprägt

Das Smartphone wird von den Österreicher immer öfter als Abspielstation für Bewegtbildinhalte genutzt. 40 Prozent der Smartphone-Nutzer schauen mindestens einmal pro Woche gezielt Videos am Handy. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala sind witzige Videos („virale Videos“), gefolgt von Musikvideos, Tutorials bzw. Erklärvideos, Trailer von Kinofilmen und News aller Art. Vorgelagerte Pre-Rolls, also Werbespots vor den eigentlichen Videoinhalten, sind für die Video-Fans längst normal: 53 Prozent der Nutzer von Bewegtbild-Content begegnen auf Streaming-Diensten wie YouTube häufig Werbebotschaften. Und auch in den Sozialen Netzwerken (61 Prozent der Nutzer von Social-Media-Diensten), auf den mobilen Websites von Tageszeitungen (33 Prozent der Smartphone-Nutzer) und auf der Website des E-Mail-Dienstes (27 Prozent der Smartphone-Nutzer) werden die User häufig mit mobiler Werbung konfrontiert.

 

Mobile Shopping wird immer beliebter

Die Bereitschaft zum Mobile Shopping nimmt in Österreich weiter zu: 68 Prozent der heimischen Smartphone-Nutzer suchen oder vergleichen mit ihrem Telefon Preise (2016: 60 Prozent), 66 Prozent suchen damit Filialen oder Geschäfte (2016: 59 Prozent) und 64 Prozent verfolgen ihren Bestellstatus über ihr mobiles Device (2016: 53 Prozent). Auch was entsprechende M-Commerce-Apps anbelangt, sind die Österreicher besser ausgestattet als noch vor einem Jahr: Die Amazon-App haben 74 Prozent der App-User (2016: 64 Prozent) und die willhaben-App 68 Prozent (2016: 60 Prozent) auf ihrem Smartphone installiert. Die M-Commerce-Topseller bei den weiblichen Smartphone-Nutzern in Österreich sind mit 61 Prozent Bekleidung und Schuhe, die Topseller bei den Männern sind mit 44 Prozent elektronische Geräte. Beliebtestes Zahlungsmittel der heimischen Mobile Shopper bleibt die Kreditkarte mit 47 Prozent (2016: 43 Prozent), gefolgt von der Online-Überweisung mit 41 Prozent (2016: 38 Prozent) und PayPal 37 Prozent (2016: 38 Prozent).

 

Smartphone ist auch für stationären Handel wichtiges Werbetool

Parallel dazu ist das Smartphone auch für den stationären Handel ein wichtiges Werbemedium: Schließlich nutzen 65 Prozent Smartphone-Nutzer das Handy beim Einkauf, recherchieren 36 Prozent während des Einkaufs Produkte und Preise, informieren sich 23 Prozent über Aktionen im betreffenden Handelsunternehmen, holen sich 24 Prozent Produktinfos und nutzen 22 Prozent eine Einkaufsliste am mobilen Endgerät. Bei der Nutzung von Einzelhandels-Apps belegen Hofer, Billa und Merkur die Stockerlplätze, während dm und Bipa auf Platz 4 und 5 zu finden sind. 

Leicht im Aufwind ist in Österreich übrigens auch die Nutzung von Tablets: 2016 surften 58 Prozent mit Tablets im Web, 2017 liegt der Wert bereits bei 62 Prozent.

Die Studie Mobile Communications Report 2017 wurde in Kooperation zwischen der MMA Austria und MindTake Research mithilfe des Online-Panels von MindTake Research im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt. Unter Einhaltung bestimmter Quoten wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 1.007 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt.

Bildcredit: MMAA