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Netflix plante Ende der Serie schon vor Spacey-Affäre.

 

Es ist wie das sprichwörtliche Ende einer Ära. Der Streamingdienst Netflix verabschiedet sich von dem Programmteil, der wie kein anderer seinen raschen Aufstieg beflügelt hat: Die Serie „House of Cards" wird mit Ende der nächsten Staffel eingestellt.

Darin manifestiert sich auch, welche Folgewirkungen mittlerweile die „Metoo"-Outing-Welle im Zuge des Skandals um den mächtigen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein angenommen hat. Nur dass hier nicht eine Frau an die Öffentlichkeit ging, sondern ein:

House of Cards-Akteur Anthony Rapp hatte unlängst zu Protokoll gegeben, er sei 1986 (als 14jähriger) von Hauptdarsteller Kevin Spacey in dessen Appartment in New York sexuell drangsaliert worden. Spacey bekannte sich als Reaktion auf die Vorwürfe als homosexuell und erklärte, sich „ehrlich nicht" an den Vorfall erinnern. Viele User auf Twitter forderten daraufhin die Absetzung der Serie.

Die hatte allerdings Netflix, so berichtet der Spiegel unter Berufung auf die New York Times, schon vor Monaten beschlossen. Wie der deutsche Branchendienst Meedia.de schreibt, war „House of Cards", dessen Protagonisten gewisse Ähnlichkeiten mit dem Ehepaar Clinton aufweisen, durch die Wahl Trumps zum US-Präsidenten auch erzählerisch etwas unter Druck geraten.

Bildcredit: Screenshot Netflix