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Das ZDF steigt aus den Verhandlungen aus – Sky und DAZN zahlen 600 Millionen Euro.


Die Uefa Champions League wird nicht umsonst als Königsklasse bezeichnet. Neben den europäischen Top-Teams liefern sich Jahr für Jahr auch die größten TV-Stationen des Kontinents einen millionenschweren Wettstreit. Nämlich jenen um die Übertragungsrechte der prestigeträchtigen Liga. Und allem Anschein nach ist nun eine erste für Österreich relevante Entscheidung gefallen: In Deutschland dürfte die Champions League ab der Saison 2018/19 aus dem Free-TV verschwinden. Pay-TV-Sender Sky und Online-Neuling DAZN sind offenbar bereit, die geforderten 600 Millionen Euro für den vierjährigen Rechteerwerb zu zahlen. Und haben mit dem ZDF den größten Konkurrenten ausgestochen, so Quellen wie die Bild und der kicker.

Bereits im Vorfeld wurden die Verhandlungen vonseiten des ZDF als „kompliziert“ bezeichnet. Die in den Vorjahren bezahlten 70 Millionen Euro pro Jahr bezeichnete Sportchef Thomas Fuhrmann sogar als „Schmerzgrenze“. Der Verlust der Champions League dürfte den Mainzer Sender nun aber so richtig schmerzen. Schließlich kam man in dieser Saison bereits auf Zuschauerzahlen von über neun Millionen Menschen pro Spiel.

Dass die Champions League in Österreich ebenfalls an einen Pay-TV-Sender gehen wird, ist naheliegend. Zwar hat der ORF wieder an den Verhandlungen teilgenommen, doch auch hier gab man sich im Vorhinein bereits pessimistisch. Damit liegt der deutschsprachige Raum im Trend. In Ländern wie Großbritannien und Frankreich ist die Königsklasse lediglich mit Bezahlangeboten zu empfangen. Zuletzt schockierte der britische Sender BT Sport mit einem Dreijahres-Vertrag für 1,38 Milliarden Euro.

 

 

 

16. 05. 2017 / red
Bildcredit: © roxcon / Fotolia