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Kurz übergibt alle Presseagenden an Launsky-Tieffenthal

 

Bundeskanzler Kurz löst den Bundespressedienst auf.

 

Der Bundespressedienst ist nicht mehr. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) löst ihn infolge einer Umstrukturierung des Bundeskanzleramts. Dort war der Bundespressedienst einer von sieben Sektionen. Diese Zahl wird auf fünf reduziert.

Die Agenden des Bundespressediensts werden in den Zuständigkeitsbereich des neuen Regierungssprechers Peter Luansky-Tieffenthal transferiert. Er ist dem Kanzleramtsgeneralsekretär unterstellt. Trotz der Umstrukturierung behält ein Gutteil des hochrangigen Personals aus SPÖ-Tagen seine Funktionen.

Der bisherige Leiter des Bundespressediensts, Wolfgang Trimmel, soll zusammen mit Launsky-Tieffenthal ein neues Informationskonzept erarbeiten. Die Medienstrategie der Regierung werde künftig in einer neuen Stabsstelle erarbeitet, die vom Ex-Pressesprecher von Kurz, Gerald Fleischmann, geleitet wird.

 

Kritik

In einer ersten Reaktion kritisierte der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) in einer Aussendung die Auflösung. ÖJC-Präsident Fred Turnheim spricht von einer „Gleichschaltung der Informationen der einzelnen Ministerien und Dienststellen der Bundesregierung“ und sieht darin eine „autoritäre Maßnahme des Bundeskanzlers“.

Bildcredit: BKA Fotoservice