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Jan Böhmermann ist unzufrieden mit dem Spruch des Hamburger Landgerichts

Strittige Passagen bleiben verboten; harmlose(re) Passagen erlaubt.

 

Im zivilrechtlichen Verfahren gegen den Satiriker und TV-Moderator Jan Böhmermann hat das Hamburger Landgericht seine Entscheidung vom April bestätigt: Böhmermann darf Passagen mit sexuellem Bezug und andere offensive Passagen aus seinem Gedicht gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdoğan nicht weiter verbreiten. Böhmermann hatte das Gedicht im März 2016 im Neo Magazin Royale in ZDF Neo vorgetragen und einen Eklat ausgelöst. Harmlosere Passagen dürfen weiterhin vorgetragen werden. Böhmermann hat über seinen Anwalt Christian Schertz bereits angekündigt, in die Berufung zu gehen.

Aber auch Erdoğan hat nur einen Teil-Sieg errungen, denn er forderte ein Komplett-Verbot des Gedichts. Dennoch ist sein Anwalt Michael-Hubertus von Sprenger zufrieden. Nicht uninteressant seine Erklärung: „Es tut auch dem türkischen Präsidenten Erdoğan gut zu wissen, dass ein Gericht auch ungeachtet der Beliebtheit einer Person nach Recht und Gesetz urteilen kann." 

 

10.02. 2017 / red

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildcredit: Archiv