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ATV-Erfolgsformate wie „Bauer sucht Frau“ werden bleiben

 

Auflagen sehen weitgehende Autonomie von ATV vor.

 

Die Bundeswettbewerbsbehörde BWB lässt auf ihrer Website wissen, dass mit heutigem Datum der „Zusammenschlussantrag von ProSiebenSat.1Puls 4 GmbH; ATV Privat TV GmbH; ATV Privat TV GmbH & Co KG eingelangt“ ist. Vorher habe „die BWB sowie der Bundeskartellanwalt gemeinsam mit der Medienbehörde KommAustria intensive Pränotifikationsgespräche mit den Zusammenschlusswerbern geführt und dabei die möglichen Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses auf den Wettbewerb in den betroffenen Märkten sowie die Auswirkungen auf die Meinungs- und Medienvielfalt in Österreich eingehend geprüft“.

 

Eigener Name, eigene Formate, eigener Programm-GF

Im Zuge dieser Pränotifikationsgespräche „wurde ein Auflagenpaket verhandelt, das hiermit veröffentlicht und somit einem Markttest unterzogen wird“.

Die Auflagen sehen, zusammengefasst, vor, dass ATV unter Beibehaltung des Namens (vorbehaltlich eventueller Zusätze) als eigenständiger österreichischer Sender mit eigenständigem Geschäftsführer für das Programm, eigenständigem Chefredakteur, eigener Programmierung sowie eigenem Personal, Budget und Redaktionsstatut erhalten bleibt.

ATV produziert eigene Nachrichten – es wird kein Durchschalten von Puls 4-Nachrichten geben. Dem Sender steht nach wie vor das Recht zu, eigenständige Informationsformate in unregelmäßigen Abständen auszustrahlen. Ein Schwerpunkt soll weiterhin auf österreichspezifische Eigenproduktionen gelegt werden. Erfolgreiche Eigenproduktionen wie „Bauer sucht Frau“, „Pfusch am Bau“ oder „Wachzimmer Ottakring“ werden fortgeführt – weniger publikumswirksame durch neue, österreichspezifische Eigenproduktionen im selben Ausmaß ersetzt. Eigenproduktionen werden auch tatsächlich von ATV produziert oder beauftragt. Für österreichspezifische Eigenproduktionen steht ein Budget zur Verfügung, dessen Höhe allerdings unter „vertraulich“ fällt.

Und, wichtig für den Werbemarkt: ATV kann weiterhin eigenständig gebucht werden.

Den genauen Wortlaut der Vereinbarung können Sie hier einsehen.

Gegen den Bescheid der WBW kann jeder Wettbewerber, der sich dazu veranlasst sieht, innerhalb von 14 Tagen bei der Wettbewerbsbehörde und/oder dem Bundeskartellamt Einwände vorbringen.

 

09.02. 2017 / jasc

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildcredit: ATV