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Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation

Nach entbehrungsreichen Jahren zieht nun auch die Konjunktur in der Werbewirtschaft an.

 

Das legt zumindest der aktuelle WIFO-Werbeklimaindex nahe, der eine  zuversichtliche Stimmung in der österreichischen Werbewirtschaft zeigt. Der Indexwert ist im Vergleich zur August-Befragung von +24 auf +30 Punkte gestiegen.

Die Auftragsbücher sind aktuell gut gefüllt. 82 Prozent der Unternehmen geben an, über zumindest ausreichende Auftragsbestände zu verfügen. Ein Viertel der Unternehmen rechnet mit einer weiteren Verbesserung ihrer Geschäftslage im Jahre 2018. Mehr Unternehmen als in den Vorquartalen (rund 21%) planen, in den nächsten Monaten zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

„Allerdings darf die gute Konjunkturlage nicht dazu verleiten, sich zurückzulehnen“, so Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Sowohl Unternehmen als auch die Politik sollten diese Zeit nutzen, um Herausforderungen anzugehen. Die fortschreitende Digitalisierung führt zu Umbrüchen, die Unternehmen und Politik betreffen. Das Thema geht weit über die Werbebranche und den Medienbereich hinaus. Digitalisierung ist für unsere Branche ein zentraler Fokus. Die Sicherung eines unverfälschten Wettbewerbs braucht ein Level-Playing-Field. Dazu müssen auch im digitalen Zeitalter gleiche Spielregeln für gleichartige Dienste gelten. Wir wünschen uns von der kommenden Bundesregierung, dass die Digitalisierung ernst genommen wird und die bestehenden Rahmenbedingungen auf den Prüfstand gestellt werden. Es kann nicht sein, dass klassische Medienanbieter im Wettbewerb benachteiligt werden“, richtet Sery-Froschauer gleich eine Wunschliste an die nächste Regierung. Darin enthalten unter anderem „Förderung österreichischen Contents und heimischer Programminhalte durch eine moderne Medienfinanzierung gewährleisten“ oder „Steuerliche Wettbewerbsverfälschungen beseitigen, die Bagatellsteuer Werbeabgabe abschaffen“.

Bildcredit: Archiv