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In Deutschland lässt eine Kampagne für nachhaltige Landwirtschaft die Wogen hochgehen.

 

In Deutschland erregt ein skurriler Streit um Bauernregeln die Gemüter: Das deutsche Bundesumweltministerium (BMUB) hat bei der Berliner Agentur Tinkerbelle eine Kampagne für nachhaltige Landwirtschaft in Auftrag gegeben. Sie soll auch Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung schaffen. Die Agentur fertigte dafür eine Reihe von Zeichnungen mit Sinn-Sprüchen wie „Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld“, „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ oder „Strotz der Boden von Nitraten, kann das Wasser arg missraten.“

Davon fühlen sich die Bauern gefrotzelt. Der Verbandsrat des Deutschen Bauernverbandes (BVB) protestiert in Form einer Aussendung gegen das „staatliche Mobbing des landwirtschaftlichen Berufsstands“ und fordert einen sofortigen Stopp der Kampagne. Kritisiert wird auch die leichtfertige Verschwendung von öffentlichen Mitteln – laut DVB kostet die Kampagne 1,6 Millionen Euro. Auf Twitter geht der Verband ebenfalls in die Offensive und hält den Reimkünstlern von Tinkerbelle entgegen: „Ist zu schwach das Argument, macht der Reim das Regiment.“ 

Der deutsche Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) beklagt eine „pauschale Diffamierung“ der Bauern; Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) forderte den Rücktritt von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

 

 

 

09.02. 2017 / jasc

 

 

 

 

 

 

 

Bildcredit: BMUB