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Stockholm plant Diskriminierungsregeln für Werbung

 

Sexistische und rassistische Außenwerbung sind Stockholms Stadtrat ein Dorn im Auge.

 

Daniel Hellden ist stellvertretender Bürgermeister von Schwedens Hauptstadt Stockholm. Das ist in der Regel kein Job, der internationale Publicity mit sich bringt. Nun aber hat es Hellden ins mediale Rampenlicht geschafft. Er will in Stockholm nämlich ein Verbot sexistischer und rassistischer Außenwerbung durchsetzen. Laut BBC könnte der Stockholmer Stadtrat bereits Ende Februar 2018 über das Verbot abstimmen.

"Wir sollten als Stadt nicht Teil dieser Art von Werbung sein. Ich habe eine Verantwortung gegenüber den Bürgern von Stockholm, das zu verbieten", sagt Hellden. Er hofft zudem, dass ein Verbot sexistischer und rassistischer Werbung auch auf andere Städte in Schweden ausgedehnt wird. "Sie bekommen ja mit, was wir hier tun", erklärt Hellden. "Und sie werden auch beobachten, was die Auswirkungen sein werden."

 

Transparenz

Stockholm folgt damit auf eine Reihe anderer europäischer Städte, die schon ähnliche Verbote erlassen haben, etwa London und Paris. Dort wurden bereits entsprechende Regelungen für Anzeigen mit problematischen Stereotypen und entwürdigenden Inhalten festgelegt.

Hellden besteht darauf, dass sein Team einen engen Dialog mit der Werbeindustrie halten wird, wenn das Verbot in Kraft treten sollte. Er will zudem einen vollständigen Überblick darüber geben, wie es nach dem ersten Jahr der neuen Richtlinien weitergeht. "Wir werden Anzeigen nicht einfach ohne jegliche Diskussion mit dem Rest der Gemeinschaft verbieten."

Bildcredit: Dieter Schütz/Pixelio