Wer ist der glückliche Sisyphus? Im traditionellen ExtraDienst-Ranking entschied eine 45-köpfige Fachjury über Sieger und Verlierer des Medienjahres 2011. Überraschungen sind dabei vorprogrammiert. Nur eine sei schon hier verraten: Der Sieger stammt heuer erstmals aus der Werbeszene.
Das Kommunikator-Ranking 2011 ist geschlagen. Doch welche Persönlichkeiten prägten dieses Jahr die Kommunikationsbranche? Unter jenen, die es in die Top Ten geschafft haben, und das sind immerhin elf an der Zahl, gibt es nur eine Gemeinsamkeit: Sie sind erfolgreich. Ansonsten unterscheiden sie sich grundsätzlich voneinander, was Charakter und Strategie betrifft. Die Fähigkeiten, die sie besitzen, sind höchst beeindruckend.
Stellen Sie sich vor, dass ein – wenn auch ausgezeichneter – Autofahrer als Formel 1-Pilot seine Runden dreht. Diesem fahren die Konkurrenten links und rechts um die Ohren. Die mörderische Geschwindigkeit, die Tücken der Rennstrecke, die kräfteverzehrende Tortur. Doch er bleibt allen Irritationen zum Trotz auf seiner Idealspur, behält die Nerven und erreicht ausgezeichnete Platzierungen.
Apropos Autorennsport: Es gibt eine Persönlichkeit mit Formel 1-Weltmeistertiteln, die so ganz nebenbei ein Medienimperium in die Welt setzt. Weltmeisterliche Qualitäten bewies sie schon Ende der 80er-Jahre, wenn auch „nur“ am Getränkesektor.
Oder nehmen wir den Schwimmsport: Hier bedarf es auf der Langstrecke höchster Ausdauer, Konzentration und Einteilungsvermögens. Muskelkraft ist hier zwar Bedingung, aber sicherlich nicht hinlängliche Voraussetzung für den Erfolg. Dafür braucht es mindestens ebenso viel Kraft aus der Hirnzentrale. Sprich: Überlebensstrategie in scheinbar unlösbaren Situationen.
Nun ja, Geisteskraft bedarf es auch, um so zu agieren wie Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, Baltasar Gracián und Niccolò Machiavelli in Personalunion. Manch eine Position erfordert darüber hinaus noch die Qualifikation virtuoser Fingerfertigkeit, um auf der unglaublich schwer bespielbaren Medienorgel zu brillieren.
Weiters gibt es einen Medienorganisten mit Legendenstatus, die sich aber selbst damit nicht zufrieden gibt. Was macht er? Er startet einen Neuanfang unter den widrigsten Außenbedingungen und ist drauf und dran, auf die goldene Erfolgsstraße zurückzukehren.
Das sind nur einige der Charaktere, die das Große Theater der Kommunikationsbranche hierzulande prägen. Sie halten das Publikum stets in spannungsvoller Erregung. Im heurigen Ranking wurden die Spitzen von einer unglaublich stark besetzten Jury gekürt. Das ist wie eine Preisverleihung. Akteure und Zuschauer halten inne, resümieren, analysieren, freuen sich, ärgern sich – Zeit dafür bleibt in der kurzen Pause bis zum nächsten Akt. Umso mehr sollte man sie nutzen …
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Bild: iStock
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