Social Media kann man auch für PR-Zwecke mißbrauchen. Nur blöd, wenns rauskommt.
Klare Richtlinien fürs Bloggen gibt es nicht. Diese Möglichkeit aber als verdeckte PR zu mißbrauchen, entspricht aber definitiv nicht der Netiquette. Auch wenn es einige gibt, die das immer wieder machen - erwischen lassen sollte man sich lieber nicht. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat eine öffentliche Mahnung gegen die Bundesgeschäftsstelle der FDP ausgesprochen. Die hatte zugegeben, dass ein Mitarbeiter der Pressestelle mehrfach unter verschiedenen Pseudonymen Kommentare zu einem FDP-kritischen Blogbeitrag gepostet hat. Die verdeckte PR wurde von FDP-Rechnern aus online gestellt.
Nachweislich sechs anonyme Kommentare im Blog www.ruhrbarone.de können einem Mitarbeiter der FDP zugeordnet werden. Zwar wurden die FDP-freundlichen Kommentare nicht von Vorgesetzten beauftragt, es gab aber auch keine internen Richtlinien oder Verweise auf Verhaltenskodizes der Kommunikationsbranche, die Mitarbeitern der FDP verdeckte PR untersagt hätten.