Bis 2015 sollen weltweit bis zu 200 Mio. Geräte auf Empfang stehen, so eine neue Studie.
Totgesagte leben länger. Das kann nach Ansicht von Marktforschern auf das Digitalradio zutreffen. Obwohl der Flop des digitalisierten Hörfunks seinesgleichen sucht und sich die Technologie im Massenmarkt bisher nicht etablieren konnte, rechnet etwa ABI Research mit einem bevorstehenden und weitgehend unerwarteten Boom. Schon jetzt kommen die Empfänger laut den Branchenkennern bei den Konsumenten allmählich gut an. Innerhalb von fünf Jahren rechnen die Experten mit weltweit insgesamt 200 Mio. installierten Geräten.
Hoffnung für neuen Standard "DAB plus"
In diesem Jahr steigt die Zahl der Digitalradios mit iBiquity-Technologie in den USA auf rund vier Mio. - im Vergleich zu analogen Geräten eine nach wie vor geringe Zahl. In Europa - allen voran Großbritannien - kommt hingegen das DAB-Format (Digital Audio Broadcasting) zum Einsatz. Große Hoffnungen werden nunmehr in den neuen Standard "DAB plus" gesetzt. Seine Einführung wird etwa in Deutschland derzeit vorbereitet, um das Digitalradio aus der wirtschaftlichen Versenkung zu holen.
Digital über Smartphones
Eine vergleichsweise höhere Qualität in Ton, Kapazitäten und Übertragungsstandards sollen "DAB plus" zum Durchbruch verhelfen. Europaweit gingen die Digitalradios mit Vorgängertechnologie bisher rund 13,5 Mio. Mal über die Ladentische. In Zukunft - bereits ab Mitte des kommenden Jahres - werden ABI Research zufolge auch Smartphones mit Digitalradio-Receivern ausgestattet. Damit wird unter anderem dem Wunsch der Mobilfunk-Netzbetreiber begegnet, den hohen Datenverkehr einzudämmen, der durch den Empfang von Internetradios entsteht.
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